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Gestalttherapeut*in werden

Entscheide dich für die anerkannte Ausbildung in Gestalttherapie als ganzheitlichen Ansatz in der Psychologie!

Psychologische/ Psychosoziale Beratung

Gestalttherapie kennt unterschiedliche Aufgabenfelder. Entwickelt als Ansatz für Wachstum und Befreiung findet sie heute in der Psychotherapie ebenso Anwendung wie in der psychosozialen Beratung. Mehr dazu im nächsten Abschnitt „Die Ausbildung“.

Standort: Winterthur | Für Menschen aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum

Die Ausbildung

Wir arbeiten phänomenologisch: wahrnehmen, unterscheiden, begründen. Gestalttherapie als präzise Praxis in kleinen Gruppen, mit kontinuierlicher Supervision und klarer Haltung.

Unsere anerkannte Ausbildung in Gestalttherapie bietet eine fundierte, praxisnahe Qualifikation für angehende Gestalttherapeutinnen und psychologische/psychosoziale Berater/innen.

Diese Ausbildung ist auch ohne Psychologiestudium möglich und richtet sich an:

  • Quereinsteiger*innen, die eine neue berufliche Richtung suchen

  • Personen im Berufswechsel zur Gestalttherapie oder psychosozialen Beratung

  • Menschen mit beruflicher Erfahrung in Beratung, Gesundheit, Sozialarbeit, Pädagogik oder Führung

Nach erfolgreichem Abschluss wird der Titel Diplom Gestalttherapeut/in verliehen.

Die Ausbildung basiert auf der Gestalttherapie als phänomenologischer Psychologie, integriert aktuelle Theoriefelder und folgt ganzheitlichen, erfahrungsbasierten Therapieansätzen.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die therapeutische Beziehung, das eigene Erleben im Hier und Jetzt und eine lebendige Verbindung von Theorie und Praxis. Mehr dazu im nächsten Abschnitt „Lernformate“.

Lernformate
  • Präsenzmodule (intensiv, erfahrungsbezogen)
  • Peergruppen (regelmässig, selbstorganisiert)
  • Supervisions-/Übungstage (supervisorisch, praxisnah)
  • Selbststudium (Texte, Protokolle, Reflexionsaufträge)
  • Lehrtherapie/Lehrsupervision (obligatorisch)
Voraussetzungen

Berufspraxis „Arbeit mit Menschen“, Verlässlichkeit, Bereitschaft zur Selbstreflexion.
Quereinsteiger:innen möglich
Persönliches Gespräch mit der Institutsleitung

Anerkennung

Die Ausbildung ist SGfB-anerkannt. Damit ist eine Mitgliedschaft in der SGfB (Schweizer Gesellschaft für Beratung) ohne weitere Nachweise möglich. Eine DVG-Mitgliedschaft ist ebenfalls möglich.

Die Ausbildung ist vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zur Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung zugelassen.

Eine Akkreditierung bei der Schweizer Stiftung ASCA ist möglich (für die Anerkennung der Gestalttherapie als Therapieform). Die Akkreditierung bei der ASCA erfolgt als 196. Berater*in im psychosozialen Bereich mit eidgenössischem Diplom/MAS FH und 196. Gestalttherapie. Der medizinische Grundlagenkurs ist für die Modalität Gestalttherapie nicht erforderlich. 

Zeitaufwand

Insgesamt: mind. 1450 Stunden

63 Modultage (6/Jahr, je 3 Tage)
30 Übungs-/Supervisionstage (10/Jahr, je 1 Tag)
3 Tagungstage (1/Jahr)

80 Stunden Lehrtherapie
40 Stunden Lehrsupervision
30 Stunden Übungs-/Peergruppe

150 Stunden Gestalttherapie-Praxis

Selbststudium: Beratungskonzept, Diplomarbeit, inhaltliche Beiträge, Supervisionsvorbereitung …

Kosten & Finanzierung

Gebühr pro Jahr: 7500 CHF/6000 EUR je nach Einkommensort.
Zahlung: jährlich/Ratenplan möglich

Weitere Kosten für Lehrtherapie und Lehrsupervision und ggf. Fahrten und Unterkunft.
Andere Kosten fallen nicht an.

Nach Absolvierung der HFP ist eine erhebliche Teilkosten-Erstattung bis zu 10 500 CHF für in der Schweiz Wohnhafte durch den Bund möglich. Die Teilkosten-Erstattung ist auf Antrag beim SBFI nach Absolvierung der Höheren Fachprüfung möglich.

Informationen dazu finden sich hier: https://www.sbfi.admin.ch/de/faq-bundesbeitraege-eidgenoessische-pruefungen-absolventinnen-und-absolventen. Die Meldeliste, auf der das SfGT aufgeführt sind, ist hier: https://www.becc.admin.ch/becc/public/sufi/meldeliste/detailKursanbieter/2204.

Mit Einkünften durch eigene beraterische Praxis ist zu rechnen.

FAQ
  • Ist die Ausbildung SGfB-konform? – Ja, wir sind Mitgliedsinstitut der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung (SGfB). Unsere Standards sind transparent dokumentiert.
  • Ist die Ausbildung auch geeignet, wenn ich nicht in der Schweiz wohne? – Ja, unbedingt. Die Ausbildungsstandards sind an den Vorgaben der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) orientiert. Institutsleiter Dr. Jan Kruse ist selbst DVG-Mitglied. Weitere Infos auf den Seiten der DVG.
  • Wo findet die Ausbildung statt? – In den schönen Räumen in Winterthur/CH.
  • Gibt es Prüfungen? – Nein! Wir arbeiten mit laufenden Leistungsnachweisen (Fallarbeiten, Protokolle, Supervision) und einem Abschlusskolloquium.
  • Müssen schriftliche Arbeiten angefertigt werden? – Ja, ein Beratungskonzept zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres und eine Diplomarbeit zum Ende der Ausbildung.
    Das Beratungskonzept kann und soll für die HFP verwendet werden. Wir richten uns nach den Vorgaben der SGfB. Unsere Ausbildung ist auch als Vorbereitung für die HFP anerkannt. Die HFP ist auf den Titel Beraterin im psychosozialen Bereich mit eidgen. Diplom ausgelegt. Unsere AbsolventInnen sind Diplom GestalttherapeutInnen und als solche von der SGfB anerkannt.
  • Wie gross sind die Gruppen?  – Überschaubar, um intensive Arbeit zu sichern: ca. 6-8 Personen.

Weitere Fragen? Melde dich direkt bei uns unter kontakt@sfgt.ch oder +41 79 308 61 04

Bewerbung – so geht’s
  1. Internetseite anschauen
  2. Interesse bekunden
  3. Persönliches Gespräch führen (Telefon/Zoom) – 30 Min. zur Klärung von Fragen und Zielen
  4. Entscheidung & Start

>> Jetzt bewerben · Persönliches Gespräch buchen: kontakt@sfgt.ch – +41 79 308 61 04

Ausführliche Infos

Curriculum der Ausbildung in Gestalttherapie

Unsere SGfB-anerkannte Gestalttherapie-Ausbildung ist prozessorientiert und interessiert sich für die subjektive Erfahrung im Kontakt. In der drei Jahre umfassenden Fortbildung sind 30 Tage Selbsterfahrung in der Gruppe, 30 Tage Supervision und 30 Tage theoretischer Unterricht geplant. Die Selbsterfahrungsanteile bieten eine intensive Möglichkeit, eigene Prozesse zu reflektieren, während Supervision und Theorie die beruflichen Kompetenzen der Teilnehmer stärken.

Zusätzlich sind während der Weiterbildung mindestens 80 Stunden Lehrtherapie bei einem anerkannten Therapeuten sowie 40 Stunden klientenzentrierte Einzelsupervision erforderlich. Die Ausbildung endet mit einer schriftlichen Arbeit und einem Kolloquium, das zur Verleihung des Titels Diplom Gestalttherapeut*in führt.

Abschluss und Titel

Nach dem erfolgreichen Abschluss der SGfB-anerkannte Gestalttherapie-Ausbildung | Schweiz wird der Titel Diplom Gestalttherapeutin verliehen, was den Zugang zur Mitgliedschaft bei der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung (SGfB) ermöglicht. Als SGfB-Mitglied ist der Zugang zur Höheren Fachprüfung erleichtert, und die Absolventinnen erhalten das Eidgenössische Diplom. Der Diplomabschluss bereitet auf die Anerkennung durch die Stiftung ASCA vor, was die **Anerkennung als Gestalttherapeutin** erleichtert.

Beginn und Kosten der Ausbildung

Die Ausbildung findet in kleinen Gruppen statt. Die Kosten betragen 7.500 CHF pro Ausbildungsjahr (reduzierte Preise in € für Personen mit deutschem Arbeitseinkommen auf Nachfrage). Lehrtherapie- und Supervisionsstunden werden direkt mit den jeweiligen Therapeuten abgerechnet. Einnahmen aus eigener Praxis während der Ausbildung sind möglich.

Zielgruppen

Unsere SGfB-anerkannte Gestalttherapie-Ausbildung richtet sich in erster Linie an Menschen mit beraterischer oder therapeutischer Vorerfahrung. Auch Personalverantwortliche und Führungskräfte aus Organisationen, die ihre psychosoziale Kompetenz stärken möchten, sind bei uns willkommen. Wir bieten zudem eine Aufnahme sur dossier an, um flexibel auf unterschiedliche Hintergründe der Interessierten einzugehen.

Unser Team

für Ausbildung und Therapie

Iris Binder Gestalttherapie
Patrick Breitenstein
Gestalttherapeut E.I.G in eigner Praxis in Zürich / Paartherapie / Gruppentherapie, Weiterbildungen im Bereich Entwicklungstraum/ Patrick ist Lehrtherapeut in der Ausbildung
Gabriele Blankertz Gestalttherapie
Gabriele Blankertz
Diplom Pädagogin / Gestalttherapeutin DVG in eigener Praxis in Berlin / Gründung des Berliner Gestaltsalon und des InKontakt Gestaltinstitut Berlin / Dozentin und Trainerin.
Gabriele ist Supervisorin in der Ausbildung.
Dieter Bongers Gestalttherapie

Dr. Dieter Bongers
Diplom-Psychologe und Gestaltpsychotherapeut / Promotion an der TU Berlin über Männerselbstbilder / Therapeutischer Leiter der Arbeitserziehungsanstalt Arxhof, beratender Polizeipsychologe, Präsident in einem Fachausschuss des Bundesamtes für Justiz, Lehrbeauftragter in verschiedenen Institutionen / eigene Praxis in Liestal.
Dieter ist Lehrtherapeut und Supervisor.

Christina Kind Gestalttherapie

Christina Kind
Gestalttherapeutin IGG Berlin / CAS Mediation und Krisenintervention / CAS Palliative Care / Gestalttherapeutische Beratung, Einzel- und Gruppensupervision, Coaching.
Christina lehrt in der Ausbildung zu Krisenintervention.

Katja Leisi Gestalttherapie

Brigitte Neuburger
Gestalttherapeutin IGW Schweiz / Emotionsfokussierte Paartherapie / Traumatherapie / Psychologin / Krankenschwester
Praxis in Frenkendorf
Brigitte ist in der Ausbildung als Lehrtherapeutin engagiert.

Christina Kind Gestalttherapie

Alexandra Kinsperger
Eidg. anerkannte Psychotherapeutin & dipl. Shiatsutherapeutin EMR in eigener Praxis in Zürich / klinische Psychologin / gestalttherapeutische Psychotherapie, Beratung, Gruppenarbeit, Systemische Paartherapie und -beratung sowie Shiatsu an.
Alexandra ist in der Ausbildung als Lehrtherapeut engagiert.

Pierre-Carl Link Gestalttherapie

Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs

Mediziner, Philosoph und Wissenschaftshistoriker sowie Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie / Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg / Karl Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie / 2023 Erich-Fromm-Preis für seinen Beitrag zum Erhalt oder der Wiedergewinnung humanistischen Denkens und Handelns

Thomas leitet die Phänomenologie-Tagungen und beteiligt sich an der theoretischen Auseinandersetzung. Die Einbindung in das Supervisionsangebot ist beabsichtigt.

Wolgang Looss Gestalttherapie

Marie-Luise Kind

Eidg. anerkannte Fachpsychologin für Psychotherapie in eigener Praxis. Integrative klinische Gestalttherapeutin und  Supervisorin EAGT. Weiterbildungen in Trauma- und Körperorientierten Therapieansätzen u.a. bei Dr. Anandi Janner Steffan, Julianne Appel-Opper und Ulfried Geuter. Lehrtherapeutin am igw (CH/D) und am Eichgrundinstitut (D). Zeitgenössisch ausgebildete Tänzerin/Choreographin. Langjährige Unterrichtstätigkeit in Bewegung und Tanz.
Marie-Luise ist in der Ausbildung als Lehrsupervisorin engagiert.
Wolgang Looss Gestalttherapie

Dr. Wolfgang Looss
Wolfgang Looss gehört zu den einflussreichsten Organisationsberatern und Trainern im deutschsprachigen Raum, die sich in ihrer Haltung und ihren Methoden ausdrücklich auf die Gestalttherapie berufen.

Markos Maragkoks Gestalttherapie

Dr. Markos Maragkos
Priv.-Doz. Dr. phil. / Dipl.-Psych. / Psychologischer Psychotherapeut / Promotion zum Thema 'Angststörungen und partnerschaftliche Bindung' / Ambulanzleiter einer psychotherapeutischen Ausbildungsambulanz / Lehrtherapeut und Supervisor.
Markos lehrt in der Ausbildung zu Trauma und Traumafolgen.

Phillip Steinmann Gestalttherapie

Philipp Steinmann

Gestalttherapeut IGE / Systemischer Therapeut IGE / Sexualtherapie Sexcorporel / initiatischer Prozessbegleiter und Visionssucheleiter
Philipp ist in der Ausbildung als Lehrtherapeut engagiert.

Maya Wehrli Gestalttherapie

Maya Wehrli
Eidg. anerkannte Psychotherapeutin mit Praxis in Zürich / Gestalttherapeutin / Studium der Psychologie (M.A.) und Soziologie (B.A.) / Weiterbildungen im Bereich Achtsamkeit und Traumafolgestörungen
Maya ist in der Ausbildung als Lehrtherapeutin engagiert.

Neue Beiträge vom SfGT

Phänomenologie-Tagung 2026

Am 14.3.2026 fand unsere 5. Phänomenologie-Tagung mit Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs und dem Netzwerk für die Wissenschaft der Psyche Entresol statt.

Titel der Tagung war: Wozu (noch) der Körper? – Verkörperung und Entkörperung in Therapie und Medizin

Die Beiträge von Thomas Fuchs, Jan Kruse und Beate Willauer wurden vom Auditorium Netzwerk aufgezeichnet und können demnächst unter https://www.auditorium-netzwerk.de/fk/2026-03-5-phaenomenologie-tagung-zuerich-1535/ bestellt werden.

Gegenwärtig können wir feststellen, wie auf der einen Seite Konzepte der Verkörperung in Kognitionswissenschaften, Psychologie und Psychotherapie wachsende Bedeutung erlangen, so dass der Körper auch stärker in den Fokus therapeutischer Ansätze rückt. Verschiedene Körperpsychotherapien sind attraktiv und als Ausbildungsangebote beliebt. Auf der anderen Seite sind die Fortschritte der Digitalisierung und Virtualisierung mit einer zunehmenden Entkörperung unserer Kommunikation und Beziehungen verbunden.

Für die psychotherapeutischen Angebote hat dies zur Folge, dass sie Konkurrenz von digitalen Apps und „Therapie“-Chatbots erhalten haben, die Beziehung durch die Simulation von Intersubjektivität ersetzen. Die Tagung geht beiden Entwicklungen nach und plädiert für die Rolle der Verkörperung („embodied cognition“) für die enaktive Psychotherapie und die psychosoziale Medizin insgesamt.

Dabei stellen wir auch die Frage nach dem Unterschied zwischen dem menschlichen und dem nichtmenschlichen Kontakt – oder dem wesensgleichen uns wesensungleichen. Inwieweit sichert die Beziehung zu Wesensfremdem wie einer intelligenten Maschine die eigene Selbstverständlichkeit oder gefährdet sie? Kann die aus der Verkörperung sich ergebende kompetente Anwesenheit in der Welt auf diese Weise entfaltet werden? Es ist anzunehmen, dass der enaktive Weltbezug auf Gegenseitigkeit angewiesen ist.

Wir nähern uns weiter einer phänomenologisch-ökologischen therapeutischen Theorie und Praxis.

 

Ausbildungsinstitut der Schweizer Gesellschaft für Beratung (SGfB)

Unsere Ausbildung ist von der Schweizer Gesellschaft für Beratung (SGfB) anerkannt. Als akkreditiertes Ausbildungsinstitut sind wir Kollektivmitglied der SGfB.

Das freut uns und die Teilnehmenden unserer Ausbildung. Neben dem Qualitätsnachweis der Ausbildung ist so ein vereinfachter Zugang zur Höheren Fachprüfung und damit eine erhebliche finanzielle Förderung möglich.

❗️Jährlich neue Ausbildungsgruppen! Infos bei uns unter kontakt@sfgt.ch.❗️

3 Jahre Ausbildung zum Gestalttherapeuten/zur Gestalttherapeutin - Theorie - Selbsterfahrung - Supervision

Podcast "Gestalt und Gegenwart"

In unserem neuen Podcast "Gestalt und Gegenwart" widmen wir uns zentralen Themen der Gestalttherapie, der Phänomenologie und der (post)humanistischen Therapie insgesamt.

In der Folge #1 gehen wir der Frage nach, was Gestalttherapie ist. In der Folge #2 sprechen wir mit Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs über phänomenologische Psychopathologie. Folge #3 geht der Frage nach, was das Jetzt im Hier und Jetzt ist. Folge #4 .... 🙂

Futter für alle, die schmecken möchten.

Alle Folgen sind über Spotify und andere Podcaster zu hören: https://podcasters.spotify.com/pod/show/sfgt

 

 

Vitale Zuversicht

Was ist ein Satz, eine Aussage, die uns leiten kann - in unserer Arbeit in der Weiterbildung, unseren Forschungs- und Publikationstätigkeiten, und auch in unseren Bemühungen, zur Weiterentwicklung der Gestalttherapie als phänomenologische Therapie weiterzudenken sowie in unserer gestalttherapeutischen und supervisorischen Praxis?

Wir haben uns gefragt, was uns wichtig erscheint, wenn die Welt ein friedlicher Ort sein soll, ein Ort, der Wachstum nicht behindert, das Leben aller Wesen fördert und ein gesundes Miteinander wirklich werden lässt:

Das ist unsere verständlicherweise vorläufige Antwort:

“Angenommen, wir würden innerhalb unserer Weltreichweite unser bestes Mitgefühl äußern und grundsätzlich akzeptieren, was geschieht, dann könnte eine Bewegung zu einem gemeinsamen planetaren Leben geschehen. Frei von richtig und falsch wäre vitale Zuversicht möglich.”

Unser Artikel: Wahrnehmungskultur

Dr. Jan Kruse und Willauer haben mit in der Redaktion der Zeitschrift "Gestalttherapie - Forum für Gestaltperspektiven" gearbeitet und zusammen einen Artikel über die Kultur und Philosophie der Wahrnehmung veröffentlicht.

In diesem Text geht es darum, vermeintlich selbstverständliche Begriffe erneut zu betrachten. Wir schlagen darin einen Bogen von der Wahrnehmung als Aktivität über das Gewandtsein als Fähigkeit des Menschen im gegenwärtigen Kontakt und die Bedeutung, die Husserls Phänomenologie für unser Verständnis hat. Wir sind von der Frage geleitet, was uns diese Quellen darüber sagen, dass Wahrnehmung nicht nur etwas beliebiges Individuelles, sondern auch ein kollektives, kulturelles Ereignis ist. Es kann dann Teil einer Wahrnehmungskultur sein, dem Staunen, dem Nichtwissen einen adäquaten Platz zuzuweisen und von den Polaritäten des Richtig und Falsch zurückzutreten.

Der Text ist ein Dialog, in dem wir wir uns die wirkliche und wirkende Gegenwart erschließen. Phänomenologisches Arbeiten heißt für uns, mit Hingabe und Zuwendung zu arbeiten. Nicht die bloße Benennung des Wahrgenommenen ist Phänomenologie in Aktion, sondern Natürlichsein und sich miteinander in einer gemeinsamen Welt orientieren. Wir beschreiben Gestaltpraxis damit als eine Lebenspraxis, Erfahrung und Nichtwissen zu verbinden. Wir beschreiben Wahrnehmung als eine Praxis in einem Natur-Kultur-Kontinuum.

Eine lohnenswerte Lektüre, die hier augerufen werden kann.

Wahrnehmung und Gewahrsein
  1. Wahrnehmung: Die Fähigkeit, präsent zu sein: In der Gestaltberatung ist die bewusste Wahrnehmung des Klienten und seiner Körpersprache von zentraler Bedeutung. Ein geschulte Gestaltberaterin kann durch aufmerksames Zuhören und Beobachten wichtige Hinweise auf verborgene Bedürfnisse und Emotionen des Klienten erkennen.
  2. Gewahrsein: Die innere Achtsamkeit: Gewahrsein bezieht sich auf das tiefe Verständnis und die Sensibilität gegenüber den eigenen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen des Beraters während einer Beratungssitzung. Es ermöglicht dem Berater, eigene Voreingenommenheiten und Projektionen zu erkennen und sich nicht in die Beratung einzubringen.
  3. Emotionales Gewahrsein nach Dreitzel: Hans Peter Dreitzel betont die Bedeutung des emotionalen Gewahrseins in der Gestaltberatung. Es geht darum, sich der eigenen Emotionen bewusst zu sein und sie als wichtige Quelle von Informationen über sich selbst und die Klientin zu nutzen. (Quelle: Dreitzel, H. P. (1995). Emotionales Gewahrsein. Zeitschrift für Gestalttherapie, 9(4), 270-281.)
  4. Beziehungsgestaltung durch Empathie: Wahrnehmung und Gewahrsein schaffen die Grundlage für eine authentische und mitfühlende Beziehung zwischen Beraterin und Klient. Durch die empathische Verbindung können Klienten sich sicher und verstanden fühlen, was den Beratungsprozess fördert.
  5. Fokus auf das Hier und Jetzt: Die humanistische Gestaltberatung legt besonderen Wert auf das gegenwärtige Erleben der Klientin. Indem der Berater die Wahrnehmung auf das Hier und Jetzt lenkt, können verborgene Blockaden und ungelöste Konflikte besser erkannt und bearbeitet werden.

    Unsere qualifizierten Ausbilderinnen und Ausbilder vermitteln Dir in unserer Weiterbildung in Gestaltberatung nicht nur fundierte theoretische Kenntnisse, sondern fördern auch Deine Wahrnehmungs- und Gewahrseinsfähigkeiten durch praktische Übungen und realitätsnahe Experimente.

Quellenangaben:

Dreitzel, H. P. (1995). Emotionales Gewahrsein. Zeitschrift für Gestalttherapie, 9(4), 270-281.

Dreitzel, H. P. (1992). Reflexive Sinnlichkeit I: Emotionales Gewahrsein. Die Mensch-Umwelt-Beziehung aus gestalttherapeutischer Sicht. EHP, 279 S.

Stevens, J. O. (1986). Awareness: Exploring, experimenting, experiencing. Real People Press.

Wirksamkeit der Gestalttherapie

Die wissenschaftliche Wirksamkeit der Gestalttherapie

Gestalttherapie ist eine anerkannte psychotherapeutische Methode, die sich durch ihre ganzheitliche Herangehensweise und den Fokus auf das Hier und Jetzt auszeichnet. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben die Effektivität der Gestalttherapie bei der Behandlung verschiedener psychischer Herausforderungen nachgewiesen.

Diese wissenschaftlichen Nachweise bestätigen die Wirksamkeit der Gestalttherapie als effektive psychotherapeutische Methode für verschiedene Störungen. Im Seminar für Gestalttherapie in der Schweiz bieten wir eine wissenschaftlich fundierte Weiterbildung, die Dich befähigt, Menschen auf ihrem Weg zu einer positiven Veränderung und persönlicher Veränderung zu begleiten.

Weitere Literaturhinweise: Neuere Wirkstudien Gestalttherapie

Einladung zur Weiterbildung

Willkommen im Seminar für Gestalttherapie - Deinem Weg zu einer bereichernden Weiterbildungserfahrung!

Entdecke die Vorteile einer Weiterbildung in Gestalttherapie:

  1. Professionelles Wachstum: Unsere Weiterbildung in Gestalttherapie bietet Dir die Möglichkeit, Deine professionellen Fähigkeiten auf ein neues Niveau zu heben. Mit fundiertem Wissen und praxisorientierten Kompetenzen, deine berufliche Karriere voranzutreiben und Deine Zukunftschancen zu verbessern.
  2. Ganzheitlicher Ansatz: Die Gestalttherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz zur persönlichen Entwicklung und Problemlösung. Durch unsere Weiterbildung lernst Du, wie der Mensch als Einheit, als Organismus-Umweltfeld betrachtet werden kann und wie Du diese Erkenntnisse in Deiner beruflichen Tätigkeit oder Deinen persönlichen Lebensbereichen anwenden kannst.
  3. Empathische Kommunikation: In unserer Weiterbildung legen wir besonderen Wert auf empathische Kommunikation und zwischenmenschliche, dialogische Beziehungen. Du  wirst lernen, effektive Beratungsgespräche zu führen, Menschen zu unterstützen und ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen.
  4. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Die erlernten Fähigkeiten in Gestalttherapie sind in verschiedenen Berufsfeldern anwendbar. Ob Du in der psychologischen Beratung, im Coaching, im Sozialwesen oder in der Personalentwicklung tätig bist - diese Weiterbildung eröffnet neue Perspektiven.
  5. Selbstreflexion und persönliche Entwicklung: Durch die Auseinandersetzung mit Gestalttherapie wirst Du nicht nur andere besser verstehen, sondern auch Dich selbst. Die Weiterbildung unterstützt Dich dabei, Deine eigenen Stärken und Potenziale zu erkennen und weiterzuentwickeln.
  6. Zertifizierung und Anerkennung: Unsere Gestalttherapie-Ausbildung ist zertifiziert und anerkannt, sodass Du mit einem qualifizierten Abschluss Deine Glaubwürdigkeit bei Arbeitgebern und Klienten stärken kannst.
  7. Kleingruppenunterricht für individuelle Betreuung: Wir legen großen Wert auf die persönliche Betreuung unserer Teilnehmenden. Unsere Weiterbildungskurse finden in Kleingruppen statt, wodurch Du eine individuelle und intensive Lernerfahrung genießen kannst.

Beginne noch heute Deine Reise zu einer erfüllenden und erfolgreichen Weiterbildung in Gestalttherapie. Wir laden Dich herzlich ein, Dich für unser Programm anzumelden und von den zahlreichen Vorteilen zu profitieren, die diese ganzheitliche Ausbildung mit sich bringt. Melde dich einfach bei uns unter kontakt@sfgt.ch oder +41 79 308 61 04.

Literatur

Maragkos, Markos (2016): Einführung in die Gestalttherapie. Stuttgart: Kohlhammer.

Boeckh, Albrecht (2015): Gestalttherapie: Eine praxisbezogene Einführung (Therapie & Beratung). Psychosozial Verlag

Perls, Fritz (1981): Gestalt-Wahrnehmung: Verworfenes und Wiedergefundenes aus meiner Mülltonne. Verlag für humanistische Psychologie

Perls, Fritz (2014): Gestalt-Therapie in Aktion. Klett-Cotta

Perls, Fritz (2006): Das Ich, der Hunger und die Aggression. Klett-Cotta

Gestalt verbindet

«Du nimmst das, was da ist, und du nimmst es so wie es ist, was auch immer daraus werden mag. Und all die Erinnerungen, die auftauchen, [...] werden in diese Gegenwart mit hineingenommen und als unerledigte Erfahrung betrachtet, die hier und jetzt vollendet werden kann.» 

Lore Perls

Für ein erstes Gespräch oder persönliche Auskünfte zur Ausbildung — wir freuen uns von Ihnen zu hören.

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