Gestalt-Therapeut*in werden
In Ausbildungen wird meist gelehrt, was zu tun ist.
Wir lernen, was zu sehen ist.
Gestalt-Therapie als Simple Therapy — das klingt nach wenig. Es ist das Ergebnis von viel: von Theorie, Erfahrung, Übung. Von der Fähigkeit, Komplexität so weit zu durchdringen, dass eine einfache, präzise Intervention möglich wird. Eine, die nicht erklärt, nicht korrigiert — sondern etwas verschiebt.
Wir verstehen den Menschen als jemanden, dessen Erleben Geschichte hat, Körper hat, Beziehung hat. Therapie beginnt dort, wo das wirklich wahrgenommen wird.
Das ist anspruchsvoll. Und es ist, wie wir arbeiten — und wie wir ausbilden.
Die Ausbildung
Das SfGT bildet in Gestalt-Therapie im System der psychosozialen Beratung aus — berufsbegleitend, über drei Jahre, in kleinen Gruppen von sechs bis acht Personen. Standort ist Winterthur, gut erreichbar aus den Kantonen und dem süddeutschen Raum.
Die Ausbildung umfasst Theorie, Selbsterfahrung und Supervision zu gleichen Teilen. Dazu kommen Lehrtherapie und Lehrsupervision, die bei anerkannten Therapeutinnen und Therapeuten ausserhalb des Instituts absolviert werden. Der Abschluss ist das Diplom Gestalt-Therapeut*in, anerkannt von der Schweizer Gesellschaft für Beratung SGfB. Wer in der Schweiz wohnt, kann danach die Höhere Fachprüfung ablegen — mit erheblicher staatlicher Kostenrückerstattung.
Die Ausbildung setzt kein Psychologiestudium voraus. Voraussetzung ist Erfahrung in der Arbeit mit Menschen und die Bereitschaft zur Selbstreflexion. Viele Teilnehmende kommen als Quereinsteiger — aus Gesundheitsberufen, Sozialarbeit, Pädagogik, Führung.
Wer wir sind
Beate Willauer und Jan Kruse leiten das SfGT. Wir sind Gestalt-Therapeutin und Gestalt-Therapeut, keine Institutsleitenden im distanzierten Sinne. Wir sind in der Ausbildung präsent — nicht als Verwaltung im Hintergrund, sondern als die Menschen, mit denen ihr wirklich arbeitet.
Weitere Informationen
Psychologische/ Psychosoziale Beratung
Gestalt-Therapie kennt unterschiedliche Aufgabenfelder. Entwickelt als Ansatz für Wachstum und Befreiung findet sie heute in der Psychotherapie ebenso Anwendung wie in der psychosozialen Beratung. Mehr dazu im nächsten Abschnitt „Die Ausbildung“.
Standort: Winterthur | Für Menschen aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum
Die Ausbildung
Wir arbeiten phänomenologisch: wahrnehmen, unterscheiden, begründen. Gestalt-Therapie als präzise Praxis in kleinen Gruppen, mit kontinuierlicher Supervision und klarer Haltung.
Unsere anerkannte Ausbildung in Gestalt-Therapie bietet eine fundierte, praxisnahe Qualifikation für angehende Gestalt-Therapeutinnen und psychologische/psychosoziale Berater/innen.
Diese Ausbildung ist auch ohne Psychologiestudium möglich und richtet sich an:
-
Quereinsteiger*innen, die eine neue berufliche Richtung suchen
-
Personen im Berufswechsel zur Gestalt-Therapie oder psychosozialen Beratung
- Menschen mit beruflicher Erfahrung in Beratung, Gesundheit, Sozialarbeit, Pädagogik oder Führung
Nach erfolgreichem Abschluss wird der Titel Diplom Gestalttherapeut/in verliehen.
Die Ausbildung basiert auf der Gestalt-Therapie als phänomenologischer Psychologie, integriert aktuelle Theoriefelder und folgt ganzheitlichen, erfahrungsbasierten Therapieansätzen.
Besonderes Augenmerk legen wir auf die therapeutische Beziehung, das eigene Erleben im Hier und Jetzt und eine lebendige Verbindung von Theorie und Praxis. Mehr dazu im nächsten Abschnitt „Lernformate“.
Lernformate
- Präsenzmodule (intensiv, erfahrungsbezogen)
- Peergruppen (regelmässig, selbstorganisiert)
- Supervisions-/Übungstage (supervisorisch, praxisnah)
- Selbststudium (Texte, Protokolle, Reflexionsaufträge)
- Lehrtherapie/Lehrsupervision (obligatorisch)
Voraussetzungen
Berufspraxis „Arbeit mit Menschen“, Verlässlichkeit, Bereitschaft zur Selbstreflexion.
Quereinsteiger:innen möglich
Persönliches Gespräch mit der Institutsleitung
Anerkennung
Die Ausbildung ist SGfB-anerkannt. Damit ist eine Mitgliedschaft in der SGfB (Schweizer Gesellschaft für Beratung) ohne weitere Nachweise möglich. Eine DVG-Mitgliedschaft ist ebenfalls möglich.
Die Ausbildung ist vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zur Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung zugelassen.
Eine Akkreditierung bei der Schweizer Stiftung ASCA ist möglich (für die Anerkennung der Gestalttherapie als Therapieform). Die Akkreditierung bei der ASCA erfolgt als 196. Berater*in im psychosozialen Bereich mit eidgenössischem Diplom/MAS FH und 196. Gestalttherapie. Der medizinische Grundlagenkurs ist für die Modalität Gestalttherapie nicht erforderlich.
Zeitaufwand
Insgesamt: mind. 1450 Stunden
63 Modultage (6/Jahr, je 3 Tage)
30 Übungs-/Supervisionstage (10/Jahr, je 1 Tag)
3 Tagungstage (1/Jahr)
80 Stunden Lehrtherapie
40 Stunden Lehrsupervision
30 Stunden Übungs-/Peergruppe
150 Stunden Gestalt-Therapie-Praxis
Selbststudium: Beratungskonzept, Diplomarbeit, inhaltliche Beiträge, Supervisionsvorbereitung …
Kosten & Finanzierung
Gebühr pro Jahr: 7500 CHF/6000 EUR je nach Einkommensort.
Zahlung: jährlich/Ratenplan möglich
Weitere Kosten für Lehrtherapie und Lehrsupervision und ggf. Fahrten und Unterkunft.
Andere Kosten fallen nicht an.
Nach Absolvierung der HFP ist eine erhebliche Teilkosten-Erstattung bis zu 10 500 CHF für in der Schweiz Wohnhafte durch den Bund möglich. Die Teilkosten-Erstattung ist auf Antrag beim SBFI nach Absolvierung der Höheren Fachprüfung möglich.
Informationen dazu finden sich hier: https://www.sbfi.admin.ch/de/faq-bundesbeitraege-eidgenoessische-pruefungen-absolventinnen-und-absolventen. Die Meldeliste, auf der das SfGT aufgeführt sind, ist hier: https://www.becc.admin.ch/becc/public/sufi/meldeliste/detailKursanbieter/2204.
Mit Einkünften durch eigene beraterische Praxis ist zu rechnen.
FAQ
- Ist die Ausbildung SGfB-konform? – Ja, wir sind Mitgliedsinstitut der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung (SGfB). Unsere Standards sind transparent dokumentiert.
- Ist die Ausbildung auch geeignet, wenn ich nicht in der Schweiz wohne? – Ja, unbedingt. Die Ausbildungsstandards sind an den Vorgaben der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) orientiert. Institutsleiter Dr. Jan Kruse ist selbst DVG-Mitglied. Weitere Infos auf den Seiten der DVG.
- Wo findet die Ausbildung statt? – In den schönen Räumen in Winterthur/CH.
- Gibt es Prüfungen? – Nein! Wir arbeiten mit laufenden Leistungsnachweisen (Fallarbeiten, Protokolle, Supervision) und einem Abschlusskolloquium.
- Müssen schriftliche Arbeiten angefertigt werden? – Ja, ein Beratungskonzept zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres und eine Diplomarbeit zum Ende der Ausbildung.
Das Beratungskonzept kann und soll für die HFP verwendet werden. Wir richten uns nach den Vorgaben der SGfB. Unsere Ausbildung ist auch als Vorbereitung für die HFP anerkannt. Die HFP ist auf den Titel Beraterin im psychosozialen Bereich mit eidgen. Diplom ausgelegt. Unsere AbsolventInnen sind Diplom GestalttherapeutInnen und als solche von der SGfB anerkannt. - Wie gross sind die Gruppen? – Überschaubar, um intensive Arbeit zu sichern: ca. 6-8 Personen.
- Weitere Antworten hier: sfgt.ch/ausbildung-faq/
Weitere Fragen? Melde dich direkt bei uns unter kontakt@sfgt.ch oder +41 79 308 61 04
Bewerbung – so geht’s
- Internetseite anschauen
- Interesse bekunden
- Persönliches Gespräch führen (Telefon/Zoom) – 30 Min. zur Klärung von Fragen und Zielen
- Entscheidung & Start
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Ausführliche Infos
Leitung
Beate Willauer
Beate ist Gestalt-Therapeutin, Philosophin und Linguistin. Sie denkt in Zusammenhängen — zwischen Sprache und Wahrnehmung, zwischen Theorie und dem, was im Raum wirklich geschieht. In der Ausbildung ist sie die, die präzise fragt, wo andere schon zufrieden wären.
Gestalt-Therapeutin · Counsellor SGfB · Supervisorin · Organisationsberaterin · Autorin
beate.willauer@sfgt.ch | www.gestaltpraxis.ch
+41 79 308 61 04
Dr. Jan Kruse
Jan ist Gestalt-Therapeut, Soziolinguist und Taichi-Lehrer. Er bringt in die Ausbildung, was selten zusammengeht: konzeptuelle Konsistenz, sprachliche Aufmerksamkeit und körperliche Präsenz. Wer mit ihm arbeitet, merkt schnell, dass Theorie bei ihm keine abstrakte Angelegenheit ist.
Gestalt-Therapeut DVG · Supervisor · Dozent · Autor
jan.kruse@sfgt.ch | www.jankruse.net
Unser Team
Aktuelles
Über Gestalt-Therapie
Workshops & Veranstaltungen
Therapie & Supervision
Organisationsberatung
akademia
Hochschulberatung
Unser Team
Gabriele Blankertz
Diplom Pädagogin / Gestalttherapeutin DVG in eigener Praxis in Berlin / Gründung des Berliner Gestaltsalon und des InKontakt Gestaltinstitut Berlin. Gabriele ist Supervisorin in der Ausbildung.
Dr. Dieter Bongers
Diplom-Psychologe und Gestaltpsychotherapeut / eigene Praxis in Liestal. Dieter ist Lehrtherapeut und Supervisor.
Patrick Breitenstein
Gestalttherapeut E.I.G in eigener Praxis in Zürich / Paartherapie / Gruppentherapie. Patrick ist Lehrtherapeut in der Ausbildung.
Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs
Karl Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Heidelberg. Thomas leitet die Phänomenologie-Tagungen.
Christina Kind
Gestalttherapeutin IGG Berlin / CAS Mediation und Krisenintervention / CAS Palliative Care. Christina lehrt in der Ausbildung zu Krisenintervention.
Marie-Luise Kind
Eidg. anerkannte Fachpsychologin für Psychotherapie / Integrative klinische Gestalttherapeutin und Supervisorin EAGT. Marie-Luise ist Lehrsupervisorin in der Ausbildung.
Alexandra Kinsperger
Eidg. anerkannte Psychotherapeutin in eigener Praxis in Zürich / Gestalttherapeutische Psychotherapie und Systemische Paartherapie. Alexandra ist Lehrtherapeutin in der Ausbildung.
Dr. Wolfgang Looss
Einer der einflussreichsten Organisationsberater und Trainer im deutschsprachigen Raum, die sich auf die Gestalttherapie berufen.
Dr. Markos Maragkos
Priv.-Doz. Dr. phil. / Dipl.-Psych. / Psychologischer Psychotherapeut. Markos lehrt in der Ausbildung zu Trauma und Traumafolgen.
Brigitte Neuburger
Gestalttherapeutin IGW Schweiz / Emotionsfokussierte Paartherapie / Traumatherapie / Psychologin. Brigitte ist in der Ausbildung als Lehrtherapeutin engagiert.
Philipp Steinmann
Gestalttherapeut IGE / Systemischer Therapeut. Philipp ist in der Ausbildung als Lehrtherapeut engagiert.
Maya Wehrli
Eidg. anerkannte Psychotherapeutin / Gestalttherapeutin in Zürich / Weiterbildungen im Bereich Achtsamkeit und Traumafolgestörungen. Maya ist Lehrtherapeutin in der Ausbildung.
Neue Beiträge vom SfGT
Phänomenologie-Tagung 2026
Am 14.3.2026 fand unsere 5. Phänomenologie-Tagung mit Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs und dem Netzwerk für die Wissenschaft der Psyche Entresol statt.
Titel der Tagung war: Wozu (noch) der Körper? – Verkörperung und Entkörperung in Therapie und Medizin
Die Beiträge von Thomas Fuchs, Jan Kruse und Beate Willauer wurden vom Auditorium Netzwerk aufgezeichnet und können demnächst unter https://www.auditorium-netzwerk.de/fk/2026-03-5-phaenomenologie-tagung-zuerich-1535/ bestellt werden.
Gegenwärtig können wir feststellen, wie auf der einen Seite Konzepte der Verkörperung in Kognitionswissenschaften, Psychologie und Psychotherapie wachsende Bedeutung erlangen, so dass der Körper auch stärker in den Fokus therapeutischer Ansätze rückt. Verschiedene Körperpsychotherapien sind attraktiv und als Ausbildungsangebote beliebt. Auf der anderen Seite sind die Fortschritte der Digitalisierung und Virtualisierung mit einer zunehmenden Entkörperung unserer Kommunikation und Beziehungen verbunden.
Für die psychotherapeutischen Angebote hat dies zur Folge, dass sie Konkurrenz von digitalen Apps und „Therapie“-Chatbots erhalten haben, die Beziehung durch die Simulation von Intersubjektivität ersetzen. Die Tagung geht beiden Entwicklungen nach und plädiert für die Rolle der Verkörperung („embodied cognition“) für die enaktive Psychotherapie und die psychosoziale Medizin insgesamt.
Dabei stellen wir auch die Frage nach dem Unterschied zwischen dem menschlichen und dem nichtmenschlichen Kontakt – oder dem wesensgleichen uns wesensungleichen. Inwieweit sichert die Beziehung zu Wesensfremdem wie einer intelligenten Maschine die eigene Selbstverständlichkeit oder gefährdet sie? Kann die aus der Verkörperung sich ergebende kompetente Anwesenheit in der Welt auf diese Weise entfaltet werden? Es ist anzunehmen, dass der enaktive Weltbezug auf Gegenseitigkeit angewiesen ist.
Wir nähern uns weiter einer phänomenologisch-ökologischen therapeutischen Theorie und Praxis.
Ausbildungsinstitut der Schweizer Gesellschaft für Beratung (SGfB)

Unsere Ausbildung ist von der Schweizer Gesellschaft für Beratung (SGfB) anerkannt. Als akkreditiertes Ausbildungsinstitut sind wir Kollektivmitglied der SGfB.
Das freut uns und die Teilnehmenden unserer Ausbildung. Neben dem Qualitätsnachweis der Ausbildung ist so ein vereinfachter Zugang zur Höheren Fachprüfung und damit eine erhebliche finanzielle Förderung möglich.
Jährlich neue Ausbildungsgruppen! Infos bei uns unter kontakt@sfgt.ch.![]()
3 Jahre Ausbildung zum Gestalttherapeuten/zur Gestalttherapeutin - Theorie - Selbsterfahrung - Supervision
Podcast "Gestalt und Gegenwart"

In unserem neuen Podcast "Gestalt und Gegenwart" widmen wir uns zentralen Themen der Gestalttherapie, der Phänomenologie und der (post)humanistischen Therapie insgesamt.
In der Folge #1 gehen wir der Frage nach, was Gestalttherapie ist. In der Folge #2 sprechen wir mit Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs über phänomenologische Psychopathologie. Folge #3 geht der Frage nach, was das Jetzt im Hier und Jetzt ist. Folge #4 .... 🙂
Futter für alle, die schmecken möchten.
Alle Folgen sind über Spotify und andere Podcaster zu hören: https://podcasters.spotify.com/pod/show/sfgt
Vitale Zuversicht
Was ist ein Satz, eine Aussage, die uns leiten kann - in unserer Arbeit in der Weiterbildung, unseren Forschungs- und Publikationstätigkeiten, und auch in unseren Bemühungen, zur Weiterentwicklung der Gestalttherapie als phänomenologische Therapie weiterzudenken sowie in unserer gestalttherapeutischen und supervisorischen Praxis?
Wir haben uns gefragt, was uns wichtig erscheint, wenn die Welt ein friedlicher Ort sein soll, ein Ort, der Wachstum nicht behindert, das Leben aller Wesen fördert und ein gesundes Miteinander wirklich werden lässt:
Das ist unsere verständlicherweise vorläufige Antwort:

“Angenommen, wir würden innerhalb unserer Weltreichweite unser bestes Mitgefühl äußern und grundsätzlich akzeptieren, was geschieht, dann könnte eine Bewegung zu einem gemeinsamen planetaren Leben geschehen. Frei von richtig und falsch wäre vitale Zuversicht möglich.”
Unser Artikel: Wahrnehmungskultur
Dr. Jan Kruse und Willauer haben mit in der Redaktion der Zeitschrift "Gestalttherapie - Forum für Gestaltperspektiven" gearbeitet und zusammen einen Artikel über die Kultur und Philosophie der Wahrnehmung veröffentlicht.
In diesem Text geht es darum, vermeintlich selbstverständliche Begriffe erneut zu betrachten. Wir schlagen darin einen Bogen von der Wahrnehmung als Aktivität über das Gewandtsein als Fähigkeit des Menschen im gegenwärtigen Kontakt und die Bedeutung, die Husserls Phänomenologie für unser Verständnis hat. Wir sind von der Frage geleitet, was uns diese Quellen darüber sagen, dass Wahrnehmung nicht nur etwas beliebiges Individuelles, sondern auch ein kollektives, kulturelles Ereignis ist. Es kann dann Teil einer Wahrnehmungskultur sein, dem Staunen, dem Nichtwissen einen adäquaten Platz zuzuweisen und von den Polaritäten des Richtig und Falsch zurückzutreten.
Der Text ist ein Dialog, in dem wir wir uns die wirkliche und wirkende Gegenwart erschließen. Phänomenologisches Arbeiten heißt für uns, mit Hingabe und Zuwendung zu arbeiten. Nicht die bloße Benennung des Wahrgenommenen ist Phänomenologie in Aktion, sondern Natürlichsein und sich miteinander in einer gemeinsamen Welt orientieren. Wir beschreiben Gestaltpraxis damit als eine Lebenspraxis, Erfahrung und Nichtwissen zu verbinden. Wir beschreiben Wahrnehmung als eine Praxis in einem Natur-Kultur-Kontinuum.
Eine lohnenswerte Lektüre, die hier augerufen werden kann.
Wahrnehmung und Gewahrsein
- Wahrnehmung: Die Fähigkeit, präsent zu sein: In der Gestaltberatung ist die bewusste Wahrnehmung des Klienten und seiner Körpersprache von zentraler Bedeutung. Ein geschulte Gestaltberaterin kann durch aufmerksames Zuhören und Beobachten wichtige Hinweise auf verborgene Bedürfnisse und Emotionen des Klienten erkennen.
- Gewahrsein: Die innere Achtsamkeit: Gewahrsein bezieht sich auf das tiefe Verständnis und die Sensibilität gegenüber den eigenen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen des Beraters während einer Beratungssitzung. Es ermöglicht dem Berater, eigene Voreingenommenheiten und Projektionen zu erkennen und sich nicht in die Beratung einzubringen.
- Emotionales Gewahrsein nach Dreitzel: Hans Peter Dreitzel betont die Bedeutung des emotionalen Gewahrseins in der Gestaltberatung. Es geht darum, sich der eigenen Emotionen bewusst zu sein und sie als wichtige Quelle von Informationen über sich selbst und die Klientin zu nutzen. (Quelle: Dreitzel, H. P. (1995). Emotionales Gewahrsein. Zeitschrift für Gestalttherapie, 9(4), 270-281.)
- Beziehungsgestaltung durch Empathie: Wahrnehmung und Gewahrsein schaffen die Grundlage für eine authentische und mitfühlende Beziehung zwischen Beraterin und Klient. Durch die empathische Verbindung können Klienten sich sicher und verstanden fühlen, was den Beratungsprozess fördert.
- Fokus auf das Hier und Jetzt: Die humanistische Gestaltberatung legt besonderen Wert auf das gegenwärtige Erleben der Klientin. Indem der Berater die Wahrnehmung auf das Hier und Jetzt lenkt, können verborgene Blockaden und ungelöste Konflikte besser erkannt und bearbeitet werden.
Unsere qualifizierten Ausbilderinnen und Ausbilder vermitteln Dir in unserer Weiterbildung in Gestaltberatung nicht nur fundierte theoretische Kenntnisse, sondern fördern auch Deine Wahrnehmungs- und Gewahrseinsfähigkeiten durch praktische Übungen und realitätsnahe Experimente.
Quellenangaben:
Dreitzel, H. P. (1995). Emotionales Gewahrsein. Zeitschrift für Gestalttherapie, 9(4), 270-281.
Dreitzel, H. P. (1992). Reflexive Sinnlichkeit I: Emotionales Gewahrsein. Die Mensch-Umwelt-Beziehung aus gestalttherapeutischer Sicht. EHP, 279 S.
Stevens, J. O. (1986). Awareness: Exploring, experimenting, experiencing. Real People Press.
Wirksamkeit der Gestalttherapie
Die wissenschaftliche Wirksamkeit der Gestalttherapie
Gestalttherapie ist eine anerkannte psychotherapeutische Methode, die sich durch ihre ganzheitliche Herangehensweise und den Fokus auf das Hier und Jetzt auszeichnet. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben die Effektivität der Gestalttherapie bei der Behandlung verschiedener psychischer Herausforderungen nachgewiesen.
Diese wissenschaftlichen Nachweise bestätigen die Wirksamkeit der Gestalttherapie als effektive psychotherapeutische Methode für verschiedene Störungen. Im Seminar für Gestalttherapie in der Schweiz bieten wir eine wissenschaftlich fundierte Weiterbildung, die Dich befähigt, Menschen auf ihrem Weg zu einer positiven Veränderung und persönlicher Veränderung zu begleiten.
Weitere Literaturhinweise: Neuere Wirkstudien Gestalttherapie
Einladung zur Weiterbildung
Willkommen im Seminar für Gestalttherapie - Deinem Weg zu einer bereichernden Weiterbildungserfahrung!
Entdecke die Vorteile einer Weiterbildung in Gestalttherapie:
- Professionelles Wachstum: Unsere Weiterbildung in Gestalttherapie bietet Dir die Möglichkeit, Deine professionellen Fähigkeiten auf ein neues Niveau zu heben. Mit fundiertem Wissen und praxisorientierten Kompetenzen, deine berufliche Karriere voranzutreiben und Deine Zukunftschancen zu verbessern.
- Ganzheitlicher Ansatz: Die Gestalttherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz zur persönlichen Entwicklung und Problemlösung. Durch unsere Weiterbildung lernst Du, wie der Mensch als Einheit, als Organismus-Umweltfeld betrachtet werden kann und wie Du diese Erkenntnisse in Deiner beruflichen Tätigkeit oder Deinen persönlichen Lebensbereichen anwenden kannst.
- Empathische Kommunikation: In unserer Weiterbildung legen wir besonderen Wert auf empathische Kommunikation und zwischenmenschliche, dialogische Beziehungen. Du wirst lernen, effektive Beratungsgespräche zu führen, Menschen zu unterstützen und ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen.
- Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Die erlernten Fähigkeiten in Gestalttherapie sind in verschiedenen Berufsfeldern anwendbar. Ob Du in der psychologischen Beratung, im Coaching, im Sozialwesen oder in der Personalentwicklung tätig bist - diese Weiterbildung eröffnet neue Perspektiven.
- Selbstreflexion und persönliche Entwicklung: Durch die Auseinandersetzung mit Gestalttherapie wirst Du nicht nur andere besser verstehen, sondern auch Dich selbst. Die Weiterbildung unterstützt Dich dabei, Deine eigenen Stärken und Potenziale zu erkennen und weiterzuentwickeln.
- Zertifizierung und Anerkennung: Unsere Gestalttherapie-Ausbildung ist zertifiziert und anerkannt, sodass Du mit einem qualifizierten Abschluss Deine Glaubwürdigkeit bei Arbeitgebern und Klienten stärken kannst.
- Kleingruppenunterricht für individuelle Betreuung: Wir legen großen Wert auf die persönliche Betreuung unserer Teilnehmenden. Unsere Weiterbildungskurse finden in Kleingruppen statt, wodurch Du eine individuelle und intensive Lernerfahrung genießen kannst.
Beginne noch heute Deine Reise zu einer erfüllenden und erfolgreichen Weiterbildung in Gestalttherapie. Wir laden Dich herzlich ein, Dich für unser Programm anzumelden und von den zahlreichen Vorteilen zu profitieren, die diese ganzheitliche Ausbildung mit sich bringt. Melde dich einfach bei uns unter kontakt@sfgt.ch oder +41 79 308 61 04.
Literatur
Maragkos, Markos (2016): Einführung in die Gestalttherapie. Stuttgart: Kohlhammer.
Boeckh, Albrecht (2015): Gestalttherapie: Eine praxisbezogene Einführung (Therapie & Beratung). Psychosozial Verlag
Perls, Fritz (1981): Gestalt-Wahrnehmung: Verworfenes und Wiedergefundenes aus meiner Mülltonne. Verlag für humanistische Psychologie
Perls, Fritz (2014): Gestalt-Therapie in Aktion. Klett-Cotta
Perls, Fritz (2006): Das Ich, der Hunger und die Aggression. Klett-Cotta
Gestalt verbindet
«Du nimmst das, was da ist, und du nimmst es so wie es ist, was auch immer daraus werden mag. Und all die Erinnerungen, die auftauchen, [...] werden in diese Gegenwart mit hineingenommen und als unerledigte Erfahrung betrachtet, die hier und jetzt vollendet werden kann.»
Für ein erstes Gespräch oder persönliche Auskünfte zur Ausbildung — wir freuen uns von Ihnen zu hören.
Kontaktformular
Seminar für Gestalttherapie, Gestaltberatung und Gestaltphänomenologie KIG
Montag bis Freitag
8.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Telefon +41 79 308 61 04
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